ReBo - Trier geht ein Licht auf

Die Schülerfirma des Wirtschaftsgymnasium in Trier stellt sich vor

Wie kann man Style und Sicherheit vereinen? Und das auch noch mit einer altmodischen Bommelmütze? Dieser vermeintlich aussichtslosen Situation hat sich das diesjährige Schülerunternehmen der BBS für Wirtschaft in Trier gestellt.

Wir, 16 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Wirtschaftsgymnasiums, haben in Anlehnung des freiwilligen Junior-Projekts im September 2014 unser eigenes (Schüler-) Unternehmen „ReBo“ gegründet, um erste Gehversuche in der realen Wirtschaft zu absolvieren und wichtige Erfahrungen zu sammeln. Das Junior-Projekt feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen und ermöglicht seitdem Schülerinnen und Schülern für ein Jahr ein reales Unternehmen zu gründen. Träger dieses Projekts ist das Kölner Wirtschaftsinstitut.

Dieses Jahr haben wir das Unternehmen „ReBo“ gegründet. Direkt an unserem Firmennamen lässt sich unsere Produktidee erkennen. ReBo steht nämlich für Reflektierende Bommelmütze! Die Reflektierende Bommelmütze ist das Ergebnis einer dreitägigen Tagung. Bei diesen Treffen entstanden unzählig viele Ideen. Die Stoffsammlung wurde dann sukzessive nach Realisierbarkeit und Umsetzbarkeit verkleinert, sodass am Ende nur noch drei Produktideen übrig waren. Zu diesen drei Ideen musste jeweils eine ausführliche Produktbeschreibung angefertigt werden. Im letzten Schritt kam es zu einer Abstimmung, die uns unsere ReBo – Mütze bescherte.

Die Wollmütze, die als Basis dient, haben wir in der Region von Frauengemeinschaften, Senioren-residenzen oder freiwilligen privaten Personen, unseren `Helfenden Elfen`, stricken bzw. häkeln lassen. Wir haben uns um Beschaffung der Wolle oder Strickzeug gekümmert. Zudem standen wir in regel-
mäßigen Kontakt zu unseren `Helfenden Elfen`. Das Aufleben der Generationenarbeit war uns ein großes Bedürfnis, da die Wichtigkeit dieser immer mehr verloren geht.

Im zweiten Schritt wurde von uns ein Bommel angefertigt, der mit einem speziellen Garn ein-
gearbeitet wurde, sodass dieser leuchtet, sobald darauf ein Licht scheint (z.B. das Licht eines Autos). Um der ReBo – Mütze einen perfekten Wiedererkennungswert zu verpassen, befindet sich auf jeder unserer Mützen unser Logo!

Die reflektierenden Bommel

ReBo aktiv bei Wettbewerben

Obwohl die Mützen fast ausverkauft sind – eine Mütze kostete 15 Euro, wobei ein Euro an den Förderverein krebskranker Kinder Trier e.V. gespendet wurde – brauchen wir Ihre Unterstützung!

Wir haben uns mit unserer Firma für den Bundes-Schülerfirmen-Contest angemeldet, der im Herbst diesen Jahres in Berlin stattfindet und vom Wirtschaftsministerium getragen wird. Um nach Berlin fahren zu dürfen muss die Firma in der ersten Instanz ein Online – Voting überstehen. Die Top 10 der besten Schülerunternehmen in ganz Deutschland werden dann nach ihren geschäftlichen Tätigkeiten und Aufgaben bewertet.


Ein weiterer Wettbewerb ist der Fanpreis bei easyCredit. Dieser Preis zeichnet Vereine und Organistaionen für regionales Engagement zur Förderung der Finanziellen Bildung in der Gesellschaft aus. Ausgezeichnet werden spannende und kreative Projekte der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung, die von den Genossenschaftsbanken vor Ort in ganz Deutschland und Österreich unterstützt werden. Die Volksbank Trier hat unser Junior-Projekt für diesen Wettbewerb angemeldet.

Von daher bitten wir Sie darum für uns zu voten! Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

ReBo - Bommelmützen
Die fertigen ReBo - Bommelmützen

Bestes Schülerunternehmen 2015 in Rheinland-Pfalz

Die Schülerfirma Rebo hat sich bei dem Landesentscheid in Mainz gegenüberallen anderen Schülerfirmen aus Rheinland-Pfalz durchgesetzt und darf sich nun Landessieger nennen.

„Wir können es immer noch nicht realisieren, das wir gewonnen haben“, sagt Thomas Schleimer. Er ist der Vorstandsvorsitzende von „ReBo“, der Abkürzung für reflektierende Bommelmützen. "Das besondere an unserem Unternehmen, die generationenübergreifende Zusammenarbeit mit unseren "helfenden Elfen" war für die Jury einer der Gründe, weshalb wir uns gegen die elf Konkurrenten durchgesetzt haben", so Schleimer weiter. Ebenso gehörte beim Landesfinale auch eine überzeugende Projektpräsentation auf der Bühne, ein einheitliches Erscheinungsbild, eine clevere Geschäftsidee und der Fakt, das alle 200 produzierten Bommelmützen auch verkauft wurden. „Das kam schon überraschend, dass wir gewonnen haben, schließlich ging es gegen starken Konkurrenten, die zudem ihre Projekte größtenteils im Unterricht absolvieren konnten. Unsere Schüler haben ReBo komplett in ihrer Freizeit durchgezogen“, sagt Jürgen Schmidt, einer der betreuenden Lehrer. „Wir sind mächtig stolz auf das, was wir in den vergangenen neun Monaten geleistet haben, und freuen uns jetzt auf das Bundesfinale“, sagt Schleimer. Vom 25. bis 26. Juni geht es nun nach Berlin – als erstes Trierer Junior-Unternehmen seit 2004.

Landessieger
Die Schülerfirma ReBo bei der Preisübergabe in Mainz